Sonntag, 27. Dezember 2015

Rezension: "Wintermärchen" von Mark Helprin

Hallo ihr Lieben,

zurzeit komme ich kaum zum Lesen und bin daher noch immer am Roman "Dracula" dran (das ja immerhin übere 500 Seiten stark ist). Also dachte ich, stelle ich euch bevor das Jahr rum ist doch einfach noch einmal ein Buch passend zur Saison vor. In dieser Rezension geht es also um das Buch "Wintermärchen" von Mark Helprin.



Quelle: Jessica Iser

Sicher kennen einige von euch die Verfilmung des Romans: "Winter's Tale". Ich hatte ihn letztes Jahr im Kino gesehen, bevor ich das Buch gelesen hatte. Da mir der Film so sehr gefiel, wollte ich aber das Buch auch noch lesen. Ob das eine gute Entscheidung war?


Story
Der junge, verwaiste Peter Lake lebt als Dieb im New York des 19. Jahrhunderts. An seiner Seite reitet ein geheimnsivoller weißer Hengst, während der gefürchtetste Verbrecher der Stadt auf Peter's Fersen ist. Eines Tages bricht er in die Villa der Familie Penn ein und trifft auf die todkranke Beverly. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebe, die die Zeiten überdauern wird...
Diese Inhaltsangabe ist wirklich nur ein kurzer Anriss der Story. Es passiert einfach so viel in diesem Buch, dass ich es gar nicht alles wiedergeben kann. Aber die Liebesgeschichte zwischen Peter und Beverly bildet das Grundgerüst der Geschichte, die auch übernatürliche Elemente beinhaltet – ein Märchen eben.

Charaktere
"Wintermärchen" hat einige interessante Charaktere zu bieten, daher wechselt auch in gewissen Abschnitten des Buches die Perspektive. Vor allem Peter, Virginia, Beverly, Jackson Mead, Pearly Soames und das Pferd Athansor stehen im Mittelpunkt der Handlung.

Schreibstil
Mark Helprin verfügt über einen sehr detaillierten, fast ausufernden Schreibstil. Man sollte bedenken, dass das Buch 1983 das erste Mal erschienen ist und entsprechend teilweise etwas altmodisch daherkommen mag. Dennoch ist gerade dies passend zum Märchen. Andererseits kann es aber auch ermüdend sein – immerhin hat der Roman stolze 862 Seiten. Da muss der Schreibstil des Autors schon wirklich gut sein, dass er den Leser nicht mitten in der Geschichte verliert.

Quelle: Jessica Iser

Lesevergnügen
Obwohl diese Geschichte so einfallsreich und originell ist (denn ja, es ist doch weit mehr, als eine einfache Liebesgeschichte), konnte sie mich leider nicht auf ganzer Linie überzeugen. Der Roman hatte einige Längen, durch die ich mich quälen musste. Es ist doch sehr anders als der Film. Einige Ideen, die Mark Helprin in seinen Roman eingebaut hat, konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, manches war beim Lesen einfach zu wirr und schien nicht zusammenzupassen. Dennoch möchte ich das Buch beizeiten noch einmal lesen, da ich die Erfahrung gemacht habe, das seltsame Bücher und Filme bei einem neuen Versuch eigentlich nur besser werden. Zudem möchte ich es mit einigem Abstand zum Film lesen, denn es weicht sehr ab und da hilft es wenig, die Handlung des Films im Kopf zu haben. Leider kann ich "Wintermärchen" von Mark Helprin bisher also nur drei Leseratten geben und hoffe, dass es mich vielleicht irgendwann doch noch einmal überzeugen kann.

Frage: Habt ihr das Buch gelesen oder den Film gesehen? Vielleicht sogar beides? Was fandet ihr besser? Lasst es mich gerne wissen.

Liebste Grüße

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