Sonntag, 21. August 2016

Rezension: "Clockwork Prince" von Cassandra Clare

Hallo ihr Lieben,

in meiner heutigen Buchbesprechung geht es um den zweiten Band der "Infernal Devices"-Reihe von Cassandra Clare: "Clockwork Prince". Achtung: Da es sich hier um eine Fortsetzung handelt, könnte die Rezension Spoiler enthalten. Ich versuche jedoch so wenig wie möglich von den wichtigsten Ereignissen zu verraten. Solltet ihr die Reihe noch nicht kennen, schaut doch besser erst einmal bei meiner Rezension zu "Clockwork Angel", dem ersten Band, vorbei!

Quelle: Jessica Iser
Story
Nachdem Tessas Bruder Nate und der geheimnisvolle Mortmain mit seinen Uhrwerk-Kreaturen von der Bildfläche verschwunden sind, gewöhnt sich Tessa allmählich an das Leben im Institut der Schattenjäger Londons. Die Zurückweisung von Will bringt sie dazu, mehr Zeit mit Jem zu verbringen. Indes geht Will seinen eigenen Geschäften nach: Er sucht den Magier Magnus Bane auf, um einen Dämon zu finden, mit dem er noch eine alte Rechnung zu begleichen hat. Charlotte Branwell, die Leiterin des Instituts sieht sich mit der unmöglichen Aufgabe betraut, Mortmain ausfindig zu machen. Und wo schleicht sich Jessamine des Nachts hin?

Charaktere
Im zweiten Band erhalten wir mehr Einblicke in die verschiedenen Charaktere des Instituts. Die Gründe hinter Wills abweisender Art werden klar, Magnus Bane bekommt mehr Raum und die Rolle des Dienstmädchens Sophie wird größer. Auch Jessamine erhält eine gewissermaßen entscheidende Rolle für die Handlung dieses Romans. Tatsächlich hat mich ihr Charakter überrascht – und enttäuscht. Denn sie ist scheinbar tatsächlich nicht mehr als das oberflächliche und naive Mädchen, als das sie bereits im ersten Band dargestellt wurde. Dabei hätte sie auch in die andere Richtung Potential haben können.

Obwohl Will berechtigte Gründe hat, sich so zu benehmen, wie er es gegenüber allen tut, kam bei mir noch immer keine richtige Sympathie für ihn auf. Das liegt zum Teil aber auch daran, dass ich die "Beziehung" zwischen ihm und Tessa absolut nicht nachvollziehen kann. Im ersten Band habe ich keinen Grund gesehen, weshalb sie irgendetwas für ihn empfinden sollte, denn abgesehen davon, dass er scheinbar sehr gutaussehend ist, hat er sich ihr gegenüber größtenteils immer nur schlecht verhalten. Dass sie ihm trotzdem derart hinterherschmachtet, erschließt sich mir einfach nicht. Auch in diesem Band konnte ich den entsprechenden Szenen also nicht viel abgewinnen. Jem hingegen mag ich noch immer sehr und ich bin gespannt, wie die Handlung um ihn und seine tödliche Sucht weitergeht.

Schreibstil
Zu Cassandra Clares Schreibstil muss ich nach meiner Rezension zu "Clockwork Angel" wohl nicht mehr viel sagen. Sie schreibt solide, mit Witz und Spannung. Ich habe mich nie gelangweilt und hatte das Buch dafür, dass ich nicht sehr viel Zeit hatte, relativ schnell durch. Cassandras Art, Räume, Kleider und andere Szenarien sowie Gegenstände zu beschreiben finde ich sehr ansprechend und auch die kurzen Gedicht-Strophen vor jedem Kapitel sind wieder gut gewählt worden.

Lesevergnügen
Alles in allem wurde ich auch mit "Clockwork Prince" wieder gut unterhalten. Und auch wenn mich das ganze Drama um Will und Tessa eher genervt hat, gefiel mir der zweite Band einen Tick besser als der erste. Das liegt wohl zum großen Teil daran, dass ich nun die Charaktere besser kenne und auch die Nebenfiguren allesamt mit interessanten Geschichten und Hintergrundgeschichten ausgestattet werden. Dennoch muss ich auch dieses Mal etwas von der Gesamtwertung abziehen, denn teilweise konnte ich gewisse Handlungsstränge bereits hervorsehen und – wie gesagt – war mir der Fokus auf Will und Tessa insgesamt zu viel. Was ich jedoch noch nicht hervorsehen kann ist, wie die ganze Geschichte wohl enden wird. Und ich freue mich bereits auf Band 3. Daher gibt es von mir für "Clockwork Prince" insgesamt vier gute Leseratten.

Liebste Grüße


1 Kommentar:

  1. Was sind denn "gute" Leseratten? :P

    Coole Geige, spielst du? :)

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