Sonntag, 20. November 2016

Gute Buchverfilmungen? Filmtipps & Serien

Hallo ihr Lieben,

wir kennen ihn alle, den Spruch: "Das Buch war besser!" Ich habe ihn sicher auch schon gesagt. Das heißt aber nicht, dass es keine guten Buchverfilmungen gibt. Wer hat bitte "Der Herr der Ringe" nicht geliebt? Oder "Harry Potter"? Klar gibt es immer wieder Abstriche und Dinge werden ausgelassen oder dazugedichtet. Aber deshalb haben manche Filme doch ihren ganz eigenen Charme. Und ich habe heute eine kleine Auswahl von Buchvorlagen und deren Verfilmungen zusammengestellt, die in meinem Regal stehen.

Quelle: Jessica Iser

 "Das also ist mein Leben" von Stephen Chbosky


"Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann."

Der Roman "Das also ist mein Leben" wurde unter dem Titel "Vielleicht lieber morgen" verfilmt. Darin übernimmt Logan Lerman die Hauptrolle des verschlossenen Außenseiters Charlie, dessen einziger Freund Selbstmord begangen hat. Im neuen Schuljahr findet er in den Geschwistern Sam (Emma Watson) und Patrick (Ezra Miller) neue Freunde und muss lernen, sich der Vergangenheit zu stellen.
Was in Form eines Briefromans geschrieben wurde, funktioniert auch auf der Leinwand als Mischung aus Coming-of-age und Drama. Der Film schafft es, die Schwermütigkeit und die Freude, die man im Buch findet, einzufangen. Eben gleichzeitig sehr witzig und unglaublich traurig. Klingt nach einer seltsamen Mischung? Ist es auch – aber auf die gute Art. Ein Film zum Nachdenken und Mitfühlen.



"Die Saat" von Guillermo del Toro und Chuck Hogan


"Was er da sah, war kein Omen – es war die Tat selbst. Das, worauf er gewartet hatte. Worauf er sich vorbereitet hatte. Sein ganzes Leben lang. Bis jetzt."

Die Serie "The Strain" bringt uns die Roman-Trilogie von Chuck Hogan und Guillermo del Toro ins Fernsehen. Die Geschichte beginnt mit einem Flugzeug, in dem alle Passagiere tot am Flughafen ankommen – aber bleiben sie es auch? "The Strain" erfindet den Vampirmythos noch einmal neu.
Hierbei handelt es sich um spannenden Horror, der in vier Staffeln erzählt wird. Dabei kommen aber auch Einzelschicksale und Charakterentwicklung nicht zu kurz. Und es gibt natürlich mal wieder tolle Monster à la Guillermo del Toro zu bewundern.


"Zwei an einem Tag" von David Nicholls


"Hier begann alles. Hier, an diesem Tag, fing alles an. Und dann war es vorbei."

Eigentlich sollte die Nacht des 15. Juli 1988 für Emma (Anne Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess) nur ein One-Night-Stand sein. Dennoch bleiben die beiden ein Leben lang verbunden. Der Roman begleitet die beiden 20 Jahre lang, immer wieder am 15. Juli. Gibt es ein Happy End für Em und Dex?
Voller Witz und Gefühl bleibt der Film dem Buch äußerst treu. Für mich ist "Zwei an einem Tag" eine der schönsten Buchverfilmungen, die ich bisher kenne. Auch wer eher selten Liebesfilme schaut, könnte an dieser Romanze seine Freude haben – Taschentücher bereithalten!


"Der Wolkenatlas" von David Mitchell


"Erst wenn du deinen letzten Atemzug getan hast, wirst du begreifen, dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ozean."

Ich habe erst eine Weile überlegt, ob ich "Cloud Atlas" in diesen Beitrag aufnehmen soll, denn nachdem ich den Film im Kino gesehen hatte, wusste ich nicht, ob ich ihn auch verstanden hätte, ohne das Buch gelesen zu haben. Da "Der Wolkenatlas" aber mein Lieblingsbuch ist und ich den Film dennoch für ein kleines Kunstwerk halte, darf er in dieser Liste nicht fehlen.
In "Cloud Atlas" werden sechs Geschichten in verschiedenen Zeitaltern erzählt, die irgendwie miteinander verbunden sind. Das reicht vom 19. Jahrhundert bis in eine ferne Zukunft nach dem Untergang der modernen Zivilisation.
Was im Roman in einer Art pyramidalem Aufbau erzählt wurde, also jeweils die Hälfte einer Geschichte von der Vergangenheit bis hin zur Zukunft und von da an wieder rückwärts in die Vergangenheit, ist im Film wild durcheinander gemischt. Dort springt die Handlung zwischen den einzelnen Geschichten immer wieder hin und her. Einerseits macht dies den Film etwas wirr und viel von David Mitchells künstlerischer Erzählweise geht dadurch verloren, aber anders würde der Film eventuell nicht funktionieren. Ich kann diesen Film in kein bestimmtes Genre stecken, denn er ist Fantasy, Komödie, Dystopie und vieles mehr in einem. Ein Hoch übrigens auch auf die Schauspieler: Es gibt einige bekannte Gesichter wie Tom Hanks, Halle Berry, Hugo Weaving oder Susan Sarandon – und sie alle übernehmen gleich mehrere Rollen. Erkennt ihr sie in allen wieder?


"Wenn ich bleibe" von Gayle Forman


"Manchmal triffst du in deinem Leben Entscheidungen, und manchmal treffen die Entscheidungen dich."

Der Titel ist Programm: In "Wenn ich bleibe" liegt Mia (Chloë Grace Moretz) nach einem Autounfall im Koma und muss sich entscheiden, ob sie für ihr Leben kämpfen möchte, oder nicht. Wie auch das Buch arbeitet der Film mit Rückblenden, in denen Mia von ihrer Liebe zu ihrem Cello und zum Musiker Adam (Jamie Blackley) erzählt. Aber sind diese Dinge genug, um mit anderen großen Verlusten nach dem Unfall zu leben?
Eine sehr gefühlvolle Umsetzung des Romans, wie ich finde. Klar, es ist ein übersinnliches Drama und eine Liebesgeschichte, aber meiner Meinung nach vor allem eine Geschichte über die Liebe zur Musik. Mir hat die langsame Erzählweise und der Stil der "außerkörperlichen Erfahrung" schon im Buch sehr gut gefallen. Zum Roman gab es eine Fortsetzung namens "Lovesong", die ich bisher allerdings nicht gelesen habe. Es steht auch nicht fest, ob es eine filmische Umsetzung des zweiten Teils geben soll.



"Dracula" von Bram Stoker


"Nur deswegen gibt es noch Vampire, weil einfach niemand glaubt, dass es welche gibt..."

Von dem Vampirklassiker gibt es ja unzählige Adaptionen. Mein ungeschlagener Favorit ist nach wie vor "Bram Stoker's Dracula" von 1992.  Der englische Anwalt Jonathan Harker (Keanu Reeves) reist nach Transsilvanien, um Geschäfte mit dem Grafen Dracula (Gary Oldman) zu machen. Dieser erhascht dabei ein Bild von Harkers Verlobter Mina Murray (Winona Ryder) und glaubt, seine verstorbene Ehefrau Elisabeta in ihr wiederzuerkennen. Also sucht Dracula London heim und schon bald macht Professor Abraham van Helsing (Sir Anthony Hopkins) Jagd auf ihn...
Francis Ford Coppola hat sich mit seiner Verfilmung des Klassikers recht nahe an der Buchvorlage gehalten. Einige dramaturgische Änderungen gibt es, aber die schaden dem Film meines Erachtens gar nicht. Dem einen oder anderen wird die Liebesgeschichte, die dem Horrorroman in diesem Film angedichtet wurde, vielleicht nicht zusagen. Aber ich fand die Verfilmung als Gesamtwerk sehr gut umgesetzt. Genaueres zum Buch erfahrt ihr auch in meiner Rezension.


"Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin


"Spielt man das Spiel um Throne gewinnt man oder stirbt. Dazwischen gibt es nichts."

George R. R. Martins "Game of Thrones"-Reihe über Intrigen, Machtspiele und Kriege in Westeros wurde vermutlich als eine der besten und beliebtesten Serien überhaupt verfilmt. Inzwischen hat die Serie ja die Romane überholt und es gibt auch gewisse Änderungen. Dennoch kann ich die Serie nach wie vor allen Fantasy-Fans empfehlen. Allein schon die Kulissen, Kostüme und Effekte suchen ihresgleichen. Für mich ist jede Folge ein Fest!


Ich habe natürlich noch viele weitere Romanadaptionen gesehen, die ich gut fand, nur sind diese die ersten, die mir in den Sinn kamen. Und zu einigen Verfilmungen, die ich kenne, habe ich die Buchvorlage noch nicht gelesen, daher möchte ich nicht darüber urteilen, ob der Film im Vergleich als "gut" gilt.

Ich hoffe, es war auch etwas für euch dabei, und solltet ihr gute Buchverfilmungen empfehlen können, verratet sie mir gerne in den Kommentaren!

Liebste Grüße



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