Mittwoch, 28. Oktober 2015

Kinoabend: Crimson Peak

Hallo meine Lieben,

ich melde mich mal spontan unter der Woche zurück. Am vergangenen Sonntag war ich im Kino, um den Gothic-Romantik-Gruselfilm "Crimson Peak" von Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth", "The Strain") zu sehen. Ich hatte mich schon seit längerer Zeit auf den Film gefreut und Kino mag ich sowieso. Klar also, dass ich den Film sehen musste. Und da er mir in vielen Aspekten so gut gefallen hat und ja auch noch nicht allzu lange im Kino läuft (seit dem 15. Oktober), möchte ich mal kurz zusammenfassen, was ich so davon halte.




Zur Handlung werde ich nicht viel verraten, aber im Grunde geht es um die junge Edith Cushing (Mia Wasikowska), die am liebsten als Autorin von Gruselromanen Erfolg hätte (spätestens hier kann ich mich mit der Dame identifizieren). Schon in der ersten Szene wird klar gestellt, dass sie als Kind schon einmal einen Geist gesehen hat und daran glaubt. Später lernt Edith den charmanten, aber erfolglosen Thomas Sharpe (Tom Hiddleston) kennen und sie ziehen in eine schaurige (aber schöne!) alte Villa. Und damit nimmt eine Geschichte aus Grusel, Romantik und Intrigen ihren Lauf. Mehr möchte ich hier nicht spoilern.

Schon das Kinoplakat und der Trailer versprechen wunderschöne Bilder und Kostüme. Eindeutig ein Pluspunkt, denn ein Film ist ja auch was fürs Auge. Mir persönlich sagt die Epoche und der Kleidungs- und Baustil des Films total zu, genau mein Ding. Optisch konnte der Film mich also schon mal nicht enttäuschen. Zumal ja auch eine Reihe toller Schauspieler in den Hauptrollen zu sehen sind: Mia Wasikowska, die spätestens seit Tim Burton's "Alice im Wunderland" ihren Durchbruch hatte, Tom Hiddleston – nach dem, was ich so im Internet mitbekommen habe, vermutlich schon ein Grund für viele Frauen, den Film zu sehen –, Charlie Hunnam, der bereits in der Hauptrolle der Biker-Serie "Sons of Anarchy" brillierte sowie die zweifach Oscar-nominierte Jessica Chastain. Und nicht zu vergessen: Jim "Bobby Singer" Beaver (und ich oute mich hiermit als "Supernatural"-Fan). Die schauspielerische Leistung hat mich überzeugt, vor allem Jessica Chastain gab in der Rolle als kühle, einsame Lucille eine starke Darbietung.


Die Story war meines Erachtens (und auch laut einiger anderer Zuschauer) sehr vorhersehbar. Nichtsdestotrotz steckte eine gute Idee dahinter und ich habe die Handlung gerne verfolgt. Die Umsetzung konnte für mich alles wieder wettmachen. Lediglich ein paar sehr brutale Szenen haben mich überrascht, das hatte ich trotz der Altersfreigabe von 16 Jahren nicht erwartet und sehe die FSK als gerechtfertigt.


Wer hier richtigen Horror erwartet, wird womöglich enttäuscht! Wenn ihr aber Guillermo del Toro und romantisch angehauchten, klassischen Grusel mögt, dann ist dieser Film etwas für euch. Allein die schön gefilmten Szenen lohnt es sich, auf der Leinwand zu bewundern. Alle anderen können auch auf die DVD warten. Oder lest das Buch zum Film – es wurde nachträglich geschrieben, der Film basiert also nicht darauf.

Von mir bekommt der Film insgesamt 4 Leseratten. Die volle Punktzahl bekommt er nur nicht, weil ich mir an manchen Stellen der Story noch eine Wendung erhofft hatte.

Liebste Grüße
Jessi



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