Montag, 16. November 2015

Rezension: Eine Versammlung von Krähen von Brian Keene



Hallo meine Lieben,

heute bin ich nun endlich durch mit Brian Keenes Horrorroman „Eine Versammlung von Krähen“. In einem älteren Blogpost zum Roman habe ich euch bereits ein bisschen was dazu erzählt. Heute werde ich euch meine Rezension zu „Eine Versammlung von Krähen“ abliefern.


Story
Die Handlung spielt sich in der amerikanischen Kleinstadt Brinkley Springs ab. Das Besondere: Alles geschieht in nur einer Nacht. Gleich zu Beginn werden wir mit den Bösen konfrontiert: Fünf Krähen, die eine menschliche Gestalt annehmen können und vorhaben, die ganze Stadt auszulöschen. Die Geschichte wird in verschiedenen Handlungssträngen erzählt.
Es handelt sich um einen Horrorroman, der definitiv kein Auge zudrückt, wenn es um die Beschreibung der Gewalt geht – jedoch ist das Buch keineswegs gewaltverherrlichend.

Charaktere
Im Laufe des Buches werden dem Leser die verschiedensten Einwohner der Stadt vorgestellt und sterben meist genauso schnell wieder. Von Anfang an ist kein Charakter sicher, der Leser weiß nicht sofort, welche noch eine wichtige Rolle im Verlauf der Geschichte spielen werden. Eins scheint jedoch von Anfang an klar: Der Fremde, Levi Stoltzfus, der erst am Abend in die Stadt kam, wird sich eindeutig in die Vorkommnisse der Stadt einmischen. Weiteres möchte ich zu den Charakteren gar nicht verraten, da es die Handlung vorwegnehmen könnte. Nur eins noch: Viele Charaktere handeln meist glaubwürdig und nicht idiotisch, wie es in vielen Horrorfilmen leider der Fall ist.

Schreibstil
Mit dem Schreibstil von Brian Keene war ich im Großen und Ganzen zufrieden. Zwischendurch war die Sprache schon etwas grob, doch das diente wohl auch der grausamen Atmosphäre in der Kleinstadt. Ich denke, in diesem Fall müsste ich wirklich noch ein oder zwei Bücher von ihm lesen, um beurteilen zu können, ob ich den Stil nun eher gut oder insgesamt dann doch mittelmäßig finde. Denn er kann auch sehr schön einzelne Szenen darstellen – daher glaube ich, dass Brian Keene vielleicht noch mehr drauf hat als in diesem Buch herauskam. Möglicherweise liest sich dann doch eine Originalversion auf Englisch besser.

Lesevergnügen
Zu Beginn der Geschichte wird angedeutet, dass die fünf Krähen im Auftrag oder unter der Gunst eines noch Mächtigeren arbeiten. Ich muss sagen, dass ich mir diesbezüglich noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht hätte.
Die Stärken des Romans liegen klar am Anfang der Geschichte, als das Böse beginnt Brinkley Springs heimzusuchen, und im letzten Drittel, in der der Spannungsbogen und die Story noch einmal anziehen und an Fahrt aufnehmen. Ich kann den Roman also allen Fans des Horrorgenres oder denen, die vielleicht mal reinschnuppern wollen, ans Herz legen. Denn das Buch ist zwar stellenweise grausam, aber meines Erachtens überschreitet es noch nicht die Grenze zum Widerlichen. Im Grunde dienen alle bildlichen Darstellungen dazu, die Boshaftigkeit der Krähen zu betonen. Und das ist Keene sicherlich gelungen. Wer gerne auf lange Erklärungen zu Beginn eines Romans verzichtet, ist mit diesem Buch sicher gut beraten, denn der Autor wirft uns beinahe sofort mitten ins Geschehen.
Ich vergebe „Eine Versammlung von Krähen“ insgesamt vier Krähen … äh, Leseratten. Für fünf hat es dann leider doch nicht ganz gereicht, dafür hat mir noch dieses gewisse Etwas gefehlt.

 Liebste Grüße




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