Montag, 22. Februar 2016

Rezension: "Hunter's Moon" von Britta Strauss

Hallo ihr Lieben,

es ist zwar nicht mehr Sonntag, aber dafür habe ich endlich wieder eine Rezension für euch. Heute geht es um den Roman "Hunter's Moon" von Britta Strauss aus dem Drachenmond Verlag. Das Cover hatte mich schon länger angesprochen und auch die Inhaltsangabe klang nach meinem Geschmack. Vor kurzem gab es dann eine Aktion, bei der es persönlich signierte Exemplare zu bestellen gab und ich zögerte nicht länger. Der Drachenmond Verlag hat übrigens öfters tolle Aktionen, es lohnt sich also, mal auf dessen Facebookseite vorbeizuschauen.



"In den Wäldern lauerte der Tod nicht nur in Gestalt des tiefen Schnees und des unerbittlichen Frostes, sondern vor allem im tödlichsten aller Wesen, das wie ein unhörbarer Geist aus dem Gebirge in die Täler gekommen war und nach Opfern suchte."
Quelle: Jessica Iser
Story
"Hunter's Moon" spielt in den Rocky Mountains im Jahre 1795. Über Fort Manners, einem Handelsposten amerikanischer Siedler, ist ein tiefer, gefährlicher Winter hereingebrochen. Doch in den Wäldern lauert noch etwas anderes, als der eisige Schnee: Tödliche Bestien bedrohen das Fort. Die letzte Hoffnung der Siedler liegt in einem legendären indianischen Jäger namens Kainah, der von seinem eigenen Volk gefürchtet und verehrt wird. Denn er ist nicht minder gefährlich als die Bestien und als die Siedler in mit einer List zur Hilfe zwingen, droht ihnen gleichzeitig die Rache des Jägers. Unter den Siedlern befindet sich auch Kate, die nach dem Tod ihrer Schwester als einzige Frau im Fort lebt. Etwas scheint sie mit dem gefürchteten Jäger zu verbinden...

Charaktere
Kate und Kainah sind die Hauptfiguren in diesem Roman. Sie entwickeln eine tolle Dynamik und Chemie, aber auch andere Charaktere sind überzeugend und interessant. Daniel, ein liebenswerter Trapper, der einst selbst bei den Indianern lebte, Williams, Kates Onkel und Anführer des Forts, der tatterige Arzt Ebenizer, der feige und stotternde Seamus und viele mehr. Einige Charaktere habe ich geliebt, andere gehasst und verachtet. Das ist für mich ein wichtiger Bestandteil einer guten Geschichte: glaubwürdige Charaktere, die eine Entwicklung durchmachen oder auch solche, bei denen man eine wachsende Abneigung empfindet. Denn es bedeutet normalerweise, dass sie gut ausgearbeitet wurden und dass sie starke Gefühle im Leser hervorrufen können. Das ist Britta Strauss in jedem Fall gelungen.

Schreibstil
Schon nach der ersten Seite wusste ich, dass ich den Schreibstil der Autorin lieben würde. Er ist metaphorisch, poetisch und schön. Sofort entstanden Bilder in meinem Kopf und allein deswegen wollte ich schon weiterlesen. Allein bei diesem Satz gerate ich schon wieder in Verzückung: "Ein letzter Sonnenstrahl brach sich in den Eiszapfen, die die Felsen am Fluss schmückten, dann verschwand das Licht hinter den Gipfeln und überließ der Dunkelheit die Herrschaft."

Lesevergnügen
Ich habe dieses Buch verschlungen, wann ich nur konnte. Das allein spricht wohl schon für sich. "Hunter's Moon" war jederzeit spannend. Das Setting hat mir gut gefallen, ebenso der Konflikt zwischen den Indianern und den Siedlern, das war mal etwas anderes zu den üblichen Fantasyromanen. "Hunter's Moon" ist abgesehen von seinen Fantasyelementen nämlich sehr realistisch und düster. Themen wie Rassismus, Unterdrückung von Frauen, Tod und Grausamkeiten, aber auch Liebe und Sex spielen in diesem Roman eine große Rolle. Es handelt sich bei "Hunter's Moon" nicht um herkömmliche Romantasy-Literatur. Zu keiner Zeit ist eindeutig klar, wie die Geschichte für Kate und Kainah enden wird, ob gut oder schlecht. Britta Strauss hat mit der Darstellung des Lebens im Fort und dem Verhalten der Menschen dort kein Blatt vor den Mund genommen. Und das war gut so.
Es gab auch ein paar Passagen, die mir weniger gut gefallen haben, aber diese können den positiven Gesamteindruck nicht trügen.
Übrigens hat Britta Strauss auch tolle Illustrationen für die Kapitelanfänge beigesteuert. Solche Details finde ich bei Romanen immer sehr schön, natürlich vor allen Dingen, wenn sie gut zur Handlung passen. Und wer könnte das besser entscheiden, als die Autorin selbst?

Quelle: Jessica Iser
Fazit: Wenn ihr gerne einen relativ realistischen Fantasyroman über eine leidenschaftliche Liebesgeschichte lesen wollt, seid ihr mit "Hunter's Moon" gut beraten – allerdings nur, wenn euch blutige und schmerzhafte Szenen nichts ausmachen und ihr das Buch bei hassenswerten Charakteren nicht direkt in der Luft zerreißt. Ich runde meine 4,5 Leseratten für "Hunter's Moon" von Britta Strauss auf sehr gute 5 Leseratten auf und werde sicherlich noch mehr von dieser Autorin lesen.

Liebste Grüße


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