Montag, 24. April 2017

Rückblick: German Comic Con Frankfurt 2017

Sonntag, 23. April 2017. Link, Deadpool, Harley Quinn – ich weiß nicht, welches der Cosplays ich am häufigsten gesehen habe.
Aber beginnen wir von vorne. Die German Comic Con 2017 in Frankfurt beschränkte sich auf die Halle 3 des großen Messegeländes. Es gab dennoch weder lange Schlangen noch viel Gedränge, denn auf dieser Convention ging es insgesamt noch etwas ruhiger zu. Kann die Comic Con Fans trotz kleinerem Angebot begeistern?

Quelle: Jessica Iser


 

Mischmasch: Cosplayer, Stars & Co.


Wer einem auf der Comic Con auf jeden Fall begegnet: kreative Cosplayer, die sich mühevoll in Schale werfen. Auffällig: Deadpool, Harley Quinn & Co. treten mittlerweile in Rudeln auf, mal mehr mal weniger originell. Sicher, die meisten Kostüme sind schick und gut gemacht, aber es ist doch immer wieder erfrischend, auch Verkleidungen fernab des Mainstream zu entdecken. Nichtsdestotrotz zeige ich euch hier ein paar gelungene Kostüme. Na, erkennt ihr sie alle?

Quelle: Jessica Iser
Quelle: Jessica Iser
Quelle: Jessica Iser
Aber auch Stars waren vor Ort und vergaben – wie leider mittlerweile üblich – gegen einen Obulus Autogramme. Unter anderem Sylvester McCoy alias Radagast aus "Der Hobbit", die Darsteller Ryan Hurst und Kim Coates, bekannt als Opie und Tig aus "Sons of Anarchy", und auch der "Highlander" Christopher Lambert gaben sich auf der Comic Con die Ehre – letzterer allerdings nur am Samstag.

Vom Cast der momentanen Hit-Serie "Gotham" waren sogar vier Darsteller vertreten: Robin Lord Taylor (in der Serie: Oswald "Penguin" Cobblepot), Sean Pertwee (Alfred Pennyworth), Erin Richards (Barbara Kean) und Drew Powell (Butch Gilzean). Die vier wirkten bei der öffentlichen Fragerunde sympathisch und wie ein eingespieltes Team – vielleicht auch ein Erfolgsrezept für die Serie, die ganz offensichtlich gut bei den Fans ankommt.

Von links: R. Lord Taylor, D. Powell, E. Richards & S. Pertwee.
Quelle: Jessica Iser
Von links: Erin Richards & Sean Pertwee.
Quelle: Chris-Gabriel Islam
Wer etwas Besonderes suchte oder Sammlerstücke und Filme ergattern wollte, konnte mit etwas Glück bei einem der zahlreichen Merch-Stände oder dem Flohmarkt (ab 18 Jahren) fündig werden. Davon abgesehen, gab es allerdings auch das eine oder andere nostalgische Stück zu bewundern. An alten Konsolen und Spieleautomaten konnten sich die Gäste eine Pause gönnen und zocken.

Quelle: Jessica Iser
Quelle: Jessica Iser

Wo sind die Comics?

Quelle: Jessica Iser

Eines fiel jedoch auf: Auf der Comic Con gab es erstaunlich wenige Comics. Klar, einige ausgewählte Zeichner waren anwesend und stellten ihre Arbeiten aus, während sie am Stand neue Bilder malten. Und auch im Merch-Bereich fand man einen Comic-Stand – dessen Auswahl sich jedoch überwiegend auf Marvel und DC beschränkte. Auf dem Flohmarkt flogen noch vereinzelt Comics rum, wenn man Glück hatte. Aber ansonsten suchte man leider vergeblich. Schade. Um es mit den Worten des Horror-Comiczeichners Rainer F. Engel zu sagen: "Put the comic back to Comic Con!"

Von links: Rainer F. Engel & Uwe Sommerlad alias Severus Snape.
Quelle: Jessica Iser
Von ihm kaufte ich letzten Endes dann auch das einzige Comic: "Tales of The Other" erzählt die – bestimmt absolut wahre – Entstehungsgeschichte der europäischen Horrorpunk-Band "The Other". Nun denn, ich lasse mich überraschen ...

Fazit: Insgesamt war es eine gemütliche Convention mit hautnahen Stars, nettem Klientel, coolem Merch und einigen kreativen Angeboten (bspw. konnte man sich am Stand des neuen "King Arthur"-Films gratis sein eigenes Video drehen lassen). Für 20,- Euro zzgl. Bearbeitungsgebühr machen Serien-, Videospiel- und Comic-Fans wahrscheinlich nichts falsch. Wer aber auf Comic-Schätze hofft, sollte lieber auf eine Börse gehen.

Bis dahin


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